Newsletter 08/2009

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
meinen herzlichen Glückwunsch für alle Nominierten! Mein herzliches Dankeschön geht an alle Teilnehmer und an die Juroren, die mit der Auswahl keine leichte Aufgabe hatten. Im Wettbewerb um den Deutschen Verpackungspreis 2009 sind die Entscheidungen nun gefallen. Dabei gebührt nicht nur den Kandidaten, die nominiert wurden und Ende September vielleicht als Preisträger gefeiert werden, höchste Anerkennung, sondern allen Teilnehmern, die zum Erfolg des diesjährigen Awards beigetragen haben.
Die Einreichungen liefern ein eindrucksvolles Gesamtbild vom Ideenreichtum und der Innovationskraft unserer Branche. In allen 7 Kategorien haben wir kreative Konzepte, Verpackungen und Maschinentechniken erhalten – von gestandenen Profis bis hin zum kreativen Nachwuchs. Mit rund 270 Bewerbungen haben wir in diesem Jahr eine sehr erfreuliche Resonanz zu verzeichnen – weitaus höher, als es die derzeitige Wirtschaftslage erwarten ließ. Die starke Beteiligung an unserem hochkarätigen Wettbewerb zeigt ganz deutlich die Motivation und Zukunftsorientierung der Verpackungswirtschaft.
Besonders erfreulich ist der große Zuspruch der zukünftigen Verpackungsprofis. Die erfolgreiche Teilnahme unserer Youngsters hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt und zeigt, dass wir mit unserer Nachwuchsförderung auf dem richtigen Weg sind. Denn für Entwicklung und Fortschritt in unserem Metier brauchen wir versierte Profis ebenso wie motivierte, fähige Nachwuchskräfte. Zusammen mit den Gewinnern des Deutschen Verpackungspreises präsentieren wir auch die Ergebnisse des Zukunftswettbewerbs PackVision 2009.
Die Preisverleihung am 28. September in Nürnberg, die dieses Jahr auf der FachPack stattfindet, verspricht sowohl unter aktuellen als auch unter zukunftsweisenden Perspektiven interessant und spannend zu werden.
Ich freu mich auf Sie!
Ihr
Burkhard Lingenberg
dvi Vorstandsmitglied und Beiratsvorsitzender des Deutschen Verpackungspreises

Deutsches Verpackungsinstitut nominiert 43 innovative Verpackungsideen
Die Nominierungen zum Deutschen Verpackungspreis 2009 stehen fest. Nach einer zweitägigen Jurysitzung sind die 43 Kandidaten aus insgesamt 271 Einreichungen ausgewählt worden. Der renommierte Wettbewerb wird seit 1963 vom Deutschen Verpackungsinstitut (dvi) ausgeschrieben und gilt auch als Eintrittskarte zum WorldStar, der internationalen Leistungsschau der Verpackungsbranche. Die Gewinner des 32. Deutschen Verpackungspreises werden am 28. September bei der feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Messe FachPack+PrintPack+LogIntern in Nürnberg bekannt gegeben.
Das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) prämiert jährlich innovative und kreative Verpackungslösungen von Entwicklern, Herstellern und Gestaltern. Die Teilnehmer arbeiten in allen Bereichen der Verpackungsindustrie: Food-/Kosmetik-/Pharma-Industrie uvm., Packstoff- und Packmittelhersteller, Markenartikler, Designer und Agenturen. Bei den feststehenden und durchgängigen Bewertungskriterien berücksichtigen die Juroren sämtliche Aspekte für zukunftsweisende Verpackungsideen: Innovation und Originalität, Funktionalität und Handhabbarkeit, Design und Emotionalität, Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Sicherheit.
Die Auszeichnungen für den Deutschen Verpackungspreis 2009 reichen von nutzerfreundlichen Verschluss- und Dosiersystemen bei Verkaufverpackungen bis hin zu neuartigen Komponenten in der Maschinentechnik. Die unabhängige, prominent besetzte Jury nominierte insgesamt 43 neue Verpackungskonzepte in allen 7 Kategorien: 15 Nominierungen im Bereich Verkaufsverpackungen; 5 Transportverpackungen; 4 Display- und Promotionverpackungen; 5 Nominierungen für Design, Ausstattung und Veredlung; 4 Prototypen; 6 Nachwuchspreise für Studenten, Auszubildende und Schüler, sowie 4 Nominierungen in der Kategorie Maschinentechnik.
Die Jury, unter dem Vorsitz von Birgit Weller, Professorin an der Fachhochschule Hannover, wurde unterstützt von weiteren 13 Experten aus 8 nationalen Fachverbänden für spezielle Packstoffe und Verpackungsmittel. Marketing- und Verpackungsprofis, Markenartikel- und Verpackungshersteller, Material- und Produktentwickler trafen sich zwei Tage in den Räumen der NürnbergMesse, um die herausragenden Verpackungsideen zu honorieren. „Das Besondere an dem diesjährigen Wettbewerb ist, dass er mit aktuellen Innovationen die großen Zukunftspotentiale der Branche bewusst macht. So trägt er entscheidend dazu bei, Verpackungsentwicklungen als Wachstumsfaktor für viele andere Wirtschaftszweige zu begreifen“, resümiert Burkhard Lingenberg, Vorstandsmitglied des dvi und als Beiratsvorsitzender gesamtverantwortlich für den Deutschen Verpackungspreis.
Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, gibt der Deutsche Verpackungspreis
der Branche entscheidende Impulse, zeigt ihre Innovationsfähigkeit und fördert den kreativen Nachwuchs. Dass sich die Teilnahme von Studierenden und Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat, unterstreicht die gelungene Nachwuchsförderung des Wettbewerbs.
Für die zukünftigen Verpackungsprofis hat das dvi mit der PackVision zusätzlich ein Forum geschaffen, das in Kooperation von Unternehmen und Kreativ-Hochschulen visionäre Verpackungskonzepte entwickelt. Die Ergebnisse von insgesamt drei Projekten der PackVision 2009 werden zusammen mit den Gewinnern des Deutschen Verpackungspreises 2009 auf der Messe FachPack+PrintPack+LogIntern in Nürnberg präsentiert. Damit zeigt das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) das gesamte Spektrum der Entwicklungen und die Zukunftspotentiale der Verpackungswirtschaft.
Die Preisverleihung des Deutschen Verpackungspreises 2009 findet am 28. September im Rahmen der Messe FachPack+PrintPack+LogIntern in Nürnberg statt.
Details zu den Nominierungen und weitere Informationen zum Deutschen Verpackungspreis 2009 finden Sie unter www.verpackungspreis.de

Interview mit Prof. Birgit Weller, Produktdesignerin, Juryvorsitzende des Deutschen Verpackungspreises 2009
Frau Prof. Weller, auch in diesem Jahr kann der Deutsche Verpackungspreis auf eine Vielzahl von Einreichungen verweisen. Wie können Sie den Gesamteindruck bewerten? Zeichnet sich eine Entwicklung in der Branche ab?
Das kreative Potenzial von Entwicklern ist enorm groß und dies zeigt sich im Niveau der Einreichungen. Man spürt, dass die Verpackungsthematik in jedem Marktsegment an Bedeutung gewinnt. Aber es ist wird auch deutlich, dass die besten Ergebnisse dort erreicht wurden, wo Problemstellungen klar definiert wurden und Designer, Ingenieure und Marketing zusammen gearbeitet haben. Leider ist dies eben noch nicht die Regel. Thematisch ist bei den Einreichungen eine Schwerpunktsetzung zu beobachten: Useability und Nachhaltigkeit von Verpackungen gewinnen an Bedeutung. Diese Themen werden uns auf Grund des demografischen Wandels und der Ressoucenknappheit in den kommenden Jahren aber immer stärker fordern.
Die 271 Einreichungen zum Deutschen Verpackungspreis 2009 stammen aus allen Branchen und Bereichen des Verpackungswesens. Erstmals leitete ein Designer die Jury, hatte dies Auswirkungen auf die Jury und wie können wir uns die Arbeitsweise Ihrer Jury bei dieser hohen Anzahl und Vielfalt der Einsendungen konkret vorstellen?
Warum sollten Designer so eine Jury nicht leiten? Design verknüpft im Entwicklungsprozess immer die unterschiedlichen Disziplinen. Designer sind Teamarbeiter. Ich arbeitete in jedem Projekt mit Technologen, Konstrukteuren und Marketing zusammen. Die verschiedenen Anforderungen an ein Produkt werden im Prozess diskutiert und gemeinsam suchen wir nach der optimalen Lösung. So war auch die Arbeitsweise der Jury. Wir diskutierten jeden Entwurf intensiv. Die Vielfalt der Kategorien und Produkte erfordert die vielschichtige Auseinandersetzung mit jedem Produkt. Nur so ist es möglich, alle Aspekte der Neuentwicklung zu beachten. Das eine Mal geht es um den verbesserten Schutz eines empfindlichen Produktes, das andere Mal um sicheres Öffnen und Schließen, technologische Innovation, effizientere Produktions-, Transport- oder Lagerungsmöglichkeiten und im Idealfall, um die Verknüpfung der Teilaspekte. Bei der Betrachtung der Wettbewerbsbeiträge ist die Zusammensetzung der Jury sehr hilfreich: die Mitglieder sind in jeweils verschiedenen Branchen und Feldern außerordentlich erfahren und kompetent. Zusätzlich wird die Hauptjury von Experten der Fachverbände bezüglich Verpackungsmaterialien und -mitteln sowie neuesten Technologien beraten. Diese Form der anregenden Zusammenarbeit wünschte ich mir übrigens auch viel stärker in den Unternehmen. Die Einbeziehung aller Fachleute zu Beginn eines Entwicklungsprozesses würden definitiv bessere Ergebnisse hervorbringen. Die Juroren bewertet anschließend jedoch unabhängig die Einreichungen nach den ausgeschriebenen Kriterien.
Sie sind Produktdesignerin und erarbeiten mit Ihrem Büro auch erfolgreich Verpackungskonzepte und Produkte. Welche Rolle spielt das Design einer Verpackung zum Beispiel bei der Handhabung eines Produktes oder bereits bei der Kaufentscheidung am POS?
Alle genannten Kriterien des Deutschen Verpackungspreises sind auch Designkriterien! Design ist eben nicht nur die äußere schöne farbige Hülle der Verpackung. Funktionalität und Convenience, Usibility oder Handling, wie man es auch bezeichnen mag, ist für den Endverbraucher kaufentscheidend. Verpackungen, die das Produkt nicht „freigeben” wollen, sind enttäuschend. Der kritische Kunde kauft nur Produkte, die die Erwartungen im Nutzen erfüllen – besser noch übertreffen. Die Gestaltung muss eine intuitive und sichere Nutzung ermöglichen. Dies reicht aber noch nicht: der Gesamtauftritt des Produktes ist entscheidend. Er muss angemessen, eigenständig, sympathisch und ästhetisch sein. Nach ganzheitlich guten Erfahrungen mit einem Produkt, wird er es später auch wieder kaufen.
Bei der Entwicklung neuer Verpackungskonzepte lässt sich unternehmerisches Know-how mit dem kreativen Potential von Hochschulen sehr gut verbinden. Sie lehren auch Produktdesign. Welche Erfahrungen haben Sie bei der Zusammenarbeit von Studierenden und Unternehmen aus der Verpackungsbranche gemacht?
Wie der Deutsche Verpackungspreis verdeutlicht, ist die Spannweite der Themen enorm. Während des Studiums können nur, exemplarische technologische Erfahrungen gesammelt und die Methode des Entwerfens trainiert werden. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen ermöglicht es Studierenden technologisches KnowHow zu erlangen und mit Spezialisten zu diskutieren. Für die Unternehmen bietet sich eine andere Chance: Studierende sind kreativ und hoch motiviert. Sie schauen mit einem unverstellten und visionären Blick auf Themen. Fast immer sind die Unternehmen von der entstandenen Designqualität, der technische Raffinesse oder von der Komplexität und Innovation der Ergebnisse begeistert. Wir haben an der Hochschule schon viele patentierte Lösungen zu verzeichnen. Ich kann Unternehmen nur ermutigen den Versuch eines gemeinsames Projektes zu wagen!
Was ist für Sie das Besondere am Deutschen Verpackungspreis?
Lassen Sie es mich stichwortartig sagen. Die Besonderheiten sind: die Qualität und Spannbreite der Einreichungen sowie die Seriosität. Der Deutsche Verpackungspreis zeigt jedes Jahr aktuell Innovationen in der Branche und ist damit Impulsgeber auch für andere verpackungsfremde Bereiche. Er setzt Zeichen, wo die Entwicklung hin geht, und er bietet den besten und kreativsten Entwicklungen eine nationale und internationale Plattform.
Und: für die Qualität des Preises spricht sicherlich auch der Erfolg der Preisträgern des Deutschen Verpackungspreises beim WorldStar-Wettbewerb.
Vielen Dank.



